IBW Elbcampus

Das Projekt HaBiNa

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Für eine zukunftsfähige Entwicklung der Menschheit wird es unerlässlich sein, die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung in den verschiedenen Lebensbereichen besser umzusetzen als dies heutzutage geschieht. Wie lässt sich dieser weite Begriff der Nachhaltigkeit so definieren, dass die Umweltaspekte ebenso wie die Belange des sozialen Miteinanders, der wirtschaftlichen Stärke und auch ethisch-kulturelle Forderungen Berücksichtigung finden ?

Kurz gesagt :

Lebe heute nicht auf Kosten der Menschen von morgen und hier nicht auf Kosten der Mitmenschen an anderen Orten.

Der Weg, diese Gedanken und Ziele stärker in den Köpfen der Menschen zu verankern, kann auf vielerlei Weise beschritten werden: Vom Spiel im Kindergarten mit der Sonnenwärme oder der Windkraft bis zur Information und Bildung für die Erwachsenen über erneuerbare Energieformen. Das Projekt HaBiNa setzt dort an, wo einer guter Zugang zu den Menschen besteht: In der Aus- und Weiterbildung - hier speziell im Handwerk. Das Handwerk hat nämlich aufgrund seiner regionalen Bezüge zum Endkunden, die häufig über lange Zeitspannen andauern, mit seinen kurzen Transportwegen und der technischen Beratungskompetenz vielfach die Möglichkeit, bezüglich zukunftsfähigem Handeln eine gute Multiplikatorenfunktion zu übernehmen und gleichzeitig selbst auch wirtschaftlich davon zu profitieren.

Dazu kommt, dass Weiterbildung im Handwerk seit den Zeiten der wandernden Gesellen eine Tradition hat, die zukünftig noch größere Bedeutung erlangen wird und im Projekt auch mit genutzt wird.

Daher setzt das Projekt in einem aktuellen und interessanten Arbeitsfeld für Handwerker an: Der Sanierung von bestehenden Gebäuden mit dem Ziel, diese in ihrem Energieverbrauch zu optimieren.

 
 

Eine fachlich gute Gebäudesanierung kommt ja nicht nur durch geringere Heizkosten dem Geldbeutel des Kunden zugute, sie sichert auch weitere Aufträge und Arbeitsplätze im Handwerksbetrieb, sie entlastet die Umwelt durch weniger CO2-Ausstoß (und das ökologische Gewissen des Verbrauchers) und schließlich muss sie auch so ausgeführt sein, dass das Gebäude auch z.B. nach einer Fassadendämmung oder Dachsanierung ästhetisch in seine Umgebung hineinpasst. Hier spielen also alle Säulen der Nachhaltigkeit: Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz, soziale Verantwortung und (Bau‑)Kultur eine wichtige Rolle.

Genau dies sind die Themen, denen sich die Auszubildenden und Teilnehmer von Kursen im Projekt HaBiNa widmen sollen, und zwar übergreifend über Gewerkegrenzen: So haben bereits Lehrlingen aus Maurer- und Malerklassen gemeinsam die Fassadendämmung eines Gebäudes geplant, kalkuliert und ihre Ergebnisse dem Besitzer des Gebäudes öffentlich präsentiert.

Denn Nachhaltigkeit im handwerklichen Arbeitsablauf heißt auch: Immer über den Tellerrand zu schauen und zu wissen, wo bei der eigenen Arbeit die Schnittpunkte zu anderen Gewerken sind, was also beachtet werden muss, um eine fachliche erstklassige gemeinsame Arbeit abliefern zu können.

Hierfür werden im Projekt HaBiNa Unterrichtsmaterialien entwickelt, Möglichkeiten der Leistungsbewertung unter Nachhaltigkeitsaspekten erarbeitet, Leittexte für Ausbilder und Lehrer erstellt und auch der Weiterbildungsbereich mit einbezogen.

Die Handwerkskammer Hamburg mit ihrem Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU) will mit dieser und anderen Aktivitäten das Handwerk für zukunftsfähiges Wirtschaften fit machen und damit der Hamburger Wirtschaft und der Stadt als Vorzeigeobjekt im Klimaschutz weiterhelfen.

Das Projekt wird finanziert vom Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) http://www.bibb.de, Bonn, und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) www.hamburg.de/bsu, Hamburg.

  

  zurück

nach oben Startseite